Über Uns - UWG Moosbach

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Über Uns

Ursprung und Werdegang der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Moosbach

Im Zuge der Gebietsreform  von 1972 wurden die vormals selbständigen Gemeinden Heumaden, Gröbenstädt, Burgtreswitz, Etzgersrieth, Saubersrieth und Tröbes  in die Marktgemeinde Moosbach eingegliedert.

Die dadurch entstandenen Probleme mussten vom damaligen Marktrat und dem damaligen Bürgermeister Scheuerer gelöst werden. Es wurde viel Positives geleistet und die Marktgemeinde entwickelte sich zusehends zu einer aufstrebenden Kommune im ebenfalls neu entstandenen Landkreis Neustadt/WN.


Vieles, das auch heute noch Bestand hat, wurde in der damaligen Zeit errichtet und vorausschauend geplant.
Aber schon anfang der
achtziger Jahre entstand in Teilen der Bevölkerung Unmut über die beinahe totalitären Machtverhältnisse im Marktrat (11 CSU-Sitze, 3 Sitze der SPD) und der zunehmend misslichen finanziellen Haushaltslage.
Hinzu kam, dass sich im sog. Oberland (Raum Tröbes) 1981 eine Bürgerinitiative gegründet hatte. Diese Initiative lehnte eine von Bgm. Scheuerer weitsichtig geplante und vom Marktrat einstimmig beschlossene zentrale Wasserversorgung (Steinwaldgruppe) der Marktgemeinde vehement ab und favorisierte eine eigene Wasserversorgung. Auch eine politische Vereinigung wurde im Raum Tröbes gegründet und nachdem namhafte CSU-Markträte von ihrem eigenen Beschluss nichts mehr wissen wollten, nur noch eigene Machtziele favorisierten und quasi dem Bürgermeister in den Rücken fielen, war das Zukunftsprojekt gescheitert und Bgm. Scheuerer trat zur Wahl 1984 nicht mehr an.

Spontan trafen sich am 07.02.1984 und tags danach Johann Hanauer, Josef Scheck, Gerhard Selch, Peter Bauridl, Günther Rappl, Hans Klug, Konrad Lingl, Reinhard Stefinger, Helmut Krämer, Siegfried Kaiser und Gerhard Bäsler. Sie waren sich einig, der Bevölkerung eine weitere politische Wahlmöglichkeit zu bieten und damit einen wichtigen demokratischen Beitrag zu leisten. Schnell war der Name UWG gefunden und schnell war man sich klar, bei der anstehenden Marktratswahl am 18.03.84 mit einer eigenen Liste anzutreten.
Am 21.02., 27.02. und 04.03.84 fanden sog. Kandidatenversammlungen statt.
Einstimmig wurde Konrad Lingl zum UWG-Verantwortlichen und gleichzeitig zum Versammlungsleiter gewählt.
Mit 21 Kandidaten ging die UWG in die Wahl und in 5 Ortsversammlungen wurden die mittlerweile ausgearbeiteten Ziele und Beweggründe  der UWG den sehr interessierten Bürgern vermittelt.
Peter Bauridl und Johann Hanauer schafften auf Anhieb mit großartigen Ergebnissen den Einzug in den Marktrat.
Die CSU  verlor 4 Mandate (von 11 auf 7), die SPD  blieb bei 3, die FWU Tröbes gewann wie die UWG 2 Mandate.
Ein großer Anfangserfolg war gelungen, die UWG-Kandidaten  hatten 5.860  Stimmen erhalten (12,84 %).
Noch vor der 1. Sitzung des neugewählten Marktrates wurde am Freitag, 04.05.84 die UWG Moosbach im Gasthaus Bock offiziell gegründet.
Dies waren die –17- Gründungsmitglieder:
Karl Schönberger, Gerhard Selch, Reinhard Stefinger, Helmut Krämer,Josef Baumgärtner, Siegfried Kaiser, Johann Baier, Johann Klug, Gerhard Bäsler, Johann Gatz, Manfred Hierold, Elisabeth Schmid, Konrad Lingl,Georg Bock, Peter Bauridl, Johann Braun, Johann Hanauer .
1. Vors. wurde Peter Bauridl, Stellv. Johann Braun, Schriftf. und Kassier Elisabeth Schmid (jetzt Reger), Gerhard Bäsler ihr Stellv., Beisitzer wurden Georg Bock, Helmut Krämer, Reinhard Stefinger, Johann Klug, Johann Hanauer.

In vielen sog. Dorfversammlungen stellte die UWG ihre Arbeit im Marktrat den Bürgern vor und machte sich aber auch mit den Problemen der Bürger vertraut.
Die beiden UWG-Markträte Bauridl u. Hanauer machten bald von sich reden durch klare und berechtigte Forderungen, mit Vorschlägen und Anträgen die immer getragen waren von der Leitidee der UWG—alles zum Wohle der Bevölkerung.
Dabei mussten sie aber schon von Anfang an feststellen, dass dies nicht leicht war, denn viele gute Ideen der UWG  wurden von der Mehrheitspartei zunächst abgeblockt aber  einige Zeit später als eigene Vorschläge deklariert.
Diese Taktik oder dieses unsinniges Verhalten der Mehrheitspartei  sollte sich über viele weitere Jahre fortsetzen und ist heute noch ein Übel, das der Demokratie (Volksherrschaft)  mehr schadet als nutzt. Dass dies aber so sein kann,  das muss ehrlicherweise auch gesagt werden, entschied oder entscheidet  letztlich doch der Wähler.

Anfang 1986 trat die UWG dem Kreisverband der Freien Wähler—Landkreis Neustadt/WN bei. Gerhard Bäsler wurde dabei in die Kreisvorstandschaft gewählt.
Am 25.04.1986 fand die 1. Generalversammlung nach der Gründungsversammlung statt. Die 1984 gewählt  Vorstandschaft mit Peter Bauridl an der Spitze erhielt erneut das einstimmige Vertrauen. Als Beisitzer wurden neu hinzugewählt:
Siegfried Kaiser, Hans Gatz und Gerhard Ulrich.
In einer vorgezogenen Generalversammlung am  17.04.1987 wurde Johann Braun zum 1. Vors. gewählt. Stellv. wurde  Gerhard Ulrich. Die restliche Vorstandschaft blieb, wie 1986 gewählt, im Amt.

Zur Kommunalwahl am 18.03.1990 trat die UWG nun schon mit 28 Kandidaten für den Marktrat und mit 5 Kandidaten für den Kreistag an. Wiederum in 5 Ortsteilversammlungen warb die UWG mit einem hervorragendem Programm bei den Bürgern. Themen waren u.a. die Mehrzweckhalle,Volksschulsanierung, Abwasserbeseitigung, Schloß Burgtreswitz und das Feuerwehrhaus in Moosbach..
Johann Hanauer und Peter Bauridl wurden erneut mit großer Mehrheit in den Marktrat gewählt.
Auch die Kandidaten für den Kreistag erzielten durchwegs gute  Ergebnisse.
Die Wahlen konnten als Bestätigung für eine gute UWG-Arbeit angesehen werden. Der Wähler erkannte in der UWG eine positive Kraft in der Gemeinde.

In der Generalversammlung am 03.05.91 wurden gewählt:
Johann Braun zum 1. Vors., Gerhard Ulrich zum Stellv. ,Kassier und Schriftführerin Elisabeth Reger, Stellv. Margret Strahberger, Beisitzer: Hans Gatz, Gerhard Selch, Hans Klug, Hans Sauer, Hans Bennerl, Siegfried Kaiser und Günther Rappl.

Am Mittw. 30.12.1992 verstarb der stellv. Vorsitzende Gerhard Ulrich bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Eslarn und Moosbach.

Bei der Generalversammlung am 02.04.1993 wurden gewählt: 1. Vors. Elisabeth Reger, Stellv. Johann Braun, Schriftf., und Kassier Lia Eckl, Beisitzer: Georg Bock, Manfred Hierold, Hans Gatz, Hans Klug, Günther Rappl, Gerhard Selch, Hans Sauer, Hans  Bennerl, Siegfried Kaiser.
In dieser Zeit wurden die beiden Markträte Bauridl und Hanauer nicht müde, immer über ihre gewiss nicht einfache Arbeit im Marktrat die Bevölkerung und die mittlerweile  28 UWG-Mitglieder zu informieren.

Die Kommunalwahl am 10.03.1996 wurde in mehreren Versammlungen vorbereitet. Wieder konnte die UWG 28 Kandidaten für die Wahl zum Marktrat und 2 Kandidaten für den Kreistag aufbieten.
In einer zentralen Aschermittwochsveranstaltung wurden wiederum die Ziele und auch die  Erfolge den vielen Teilnehmern vermittelt. Große Themen waren die Ortsumgehung von Moosbach und Burgtreswitz, die Abwassersituation, die von der UWG immer wieder angemahnt wurde, da man sonst eminent steigende Kosten für den Bürger befürchtete (was sich später auch bewahrheitete).
Mit großartigem Ergebnis wurden die bisherigen UWG-Markträte Johann Hanauer und Peter Bauridl durch den Wähler erneut in ihrem Amt bestätigt.

Während dieser Wahlperiode (1996-2002) musste Johann Hanauer sein Mandat aus beruflichen Gründen abgeben. Für ihn kam nun Johann Braun in den Marktrat.

1998 wurde die Vorstandschaft wieder neu gewählt. 1. Vors. Johann Braun, Stellv. Manfred Hierold, Kassier und Schriftf. Lia Eckl. Als Beisitzer fungierten: Elisabeth Reger, Erhard Frischholz, Hans Gatz und Johann Hanauer.
Die beiden Markträte Bauridl und Braun unternahmen alles, um die Bevölkerung immer wieder auf die Probleme in der Gemeinde aufmerksam zu machen und sie versuchten redlich mit Anträgen Abhilfe bei Missständen zu erreichen. In dieser Zeit besichtigte die UWG als 1. politische Gruppierung eine Windkraftanlage. Ein Beweis für  die vorausschauende Denkweise unserer Gemeinschaft und der damaligen UWG-Funktionsträger!

Nachdem schon Ende 2001 Peter Bauridl nach 18-jähriger Zugehörigkeit zum Marktrat bekannt gab, bei der Wahl 2002 nicht mehr zu kandidieren, fiel es sehr schwer, die beiden „Männer der ersten Stunde“ zu ersetzen und geeignete Bewerber aus den eigenen Reihen für die Kommunalwahl am 03.03.2002 zu  finden.
Letztendlich aber gelang es auch diesmal, 28  Kandidaten für die UWG ins Rennen zu schicken.
Und—erstmals stellte die UWG auch einen Bgm.-Kandidaten. Konrad Lingl hatte den Mut, gegen den langjährigen Amtsinhaber anzutreten und er erzielte für die damaligen Verhältnisse eine überraschend gutes Ergebnis, denn fast ¼ aller Wähler stimmten für den UWG-Kandidaten.
Nur  2  Stimmen fehlten zum Einzug eines weiteren UWG-Kandidaten in den Marktrat. Dafür aber wurde Johann Braun zum Ortssprecher der ehemaligen Gemeinde Gröbenstädt gewählt.
Lingl, der einzige UWG-Vertreter im Marktrat, hatte genau wie seine UWG-Vorgänger kein leichtes Amt. Aber er wurde bald zu einem gefürchteten Gegenredner, der sich nicht wie andere, vor der Übermacht  unterkriegen ließ.
Insgesamt  aber kam generell in dieser Zeit in der Gesamtgesellschaft eine gewisse Politik- und Parteieinverdrossenheit auf. Es wurde  zwar  an  Stammtischen und bei jedweder Gelegenheit. vor allem über die unsäglichen Mehrheitsverhältnisse im Marktrat geschimpft  „die machen ja sowieso alles was sie wollen“, aber bei den Wahlen fehlte dann doch immer der Mut, andere Mehrheitsverhältnisse herbeizuführen.

Als aber Mitte 2007 Konrad Lingl unterstützt von Johann Braun zu einer entscheidenden Versammlung aufrief, kamen eine Vielzahl der Mitglieder und alle waren sich einig, es geht weiter, die UWG geht niemals unter. Ein Ruck ging durch die Gemeinschaft und schon Ende  September konnten eine ganze Reihe neuer namhafter  Mitglieder in die UWG aufgenommen werden.
Am 03.11.2007 wurde eine komplette neue Vorstandschaft gewählt.
1.Vors. wurde Erhard Scheuerer, Stellv. Marion Rappl u. Peter Hartinger.
Schriftf. Elisabeth Reger, Kassier Lia Eckl, Organisationsleiter Konrad Lingl,
Beisitzer: Hans Klug, Johann Hanauer, Bernhard Wittmann, Johann Braun, Karl
Hanauer, Hans Sauer, Erhard Frischholz, Johann Kick, Kassenprüfer Margret Strahberger.

Die Kommunalwahl war für 02.03.2008 anberaumt. Es war eine Wahl,  die in der Marktgemeinde mit großer Spannung erwartet wurde, da der bisherige langjährige Bgm.-Amtsinhaber  nicht mehr antrat. 3 Kandidaten stellten sich nunmehr zur Wahl als Bgm. Erhard Scheuerer war nach reiflicher Überlegung bereit, für die UWG als Bgm.-Kandidat dieses Amt zu erlangen.
Mit wieder 28 Kandidaten für den Marktrat und 2 Kandidaten für den Kreistag stellte sich die UWG dem Bürger zu Wahl.
In insgesamt 10 Wahlveranstaltungen wurden den Bürgern die Ziele der UWG dargestellt. Die erhoffte Sensation, den Bürgermeisterposten zu gewinnen, gelang unserem Kandidaten Erhard Scheuerer zwar nicht, aber er erreichte ein höchst respektables Ergebnis und erhielt 521 von  1.675 abgegebenen Stimmen.
Die UWG erhielt 9459 Stimmen von insgesamt  43.588, stellte mit Erhard Scheuerer, Konrad Lingl und Johann Schnupfhagn 3 Marktratsmitglieder und wurde  damit zu zweitstärksten politischen Kraft in der Marktgemeinde.
Das beste Ergebnis seit Bestehen der UWG !
Bei  der Wahl zum 2. Bürgermeister unterlag der UWG-Kandidat und Fraktionsprecher  Konrad Lingl hauchdünn mit 7:8 Stimmen dem Mehrheitsparteibewerber.
Die Bewerber für den Kreistag, Karl Hanauer und Peter Hartinger erhielten jeweils über 4.000 Stimmen und erreichten damit ein hervorragendes, überraschendes Ergebnis.

Am 26.03. 2010 wurde folgende  neue Vorstandschaft gewählt:
1.Vors. Erhard Scheuerer, Stellv. Johann Schnupfhagn, Schriftführerin
Helene Bauer, Kassier u. Organisationsleiter Helmut Meindl, stellv. Kassier
Jens Ketscher, stellv. Organisationsleiter Harald Köcher, Besitzer:
Karl Hanauer, Thomas Bock, Bernhard Wittmann, Peter Hartinger, Lia Eckl,
Konrad Lingl, Elisabeth Reger, Franz Bauer, Johann Hanauer, Martin Götz,
Johann Braun, Hans Sauer, Kassenprüfer Manfred Hierold.

Seit der Kommunalwahl 2008 bestreitet die UWG einen neuen Weg ihrer Informationspolitik. In mehrseitigen Informationsblättern die an die Bevölkerung verteilt werden, wird jährlich mehrmals über das politische Geschehen in der Marktgemeinde informiert, insbesondere auch über die Tätigkeit der UWG-Marktratsmitglieder.

Verfasser: Konrad Lingl

 
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